
Die Zusammenhänge in der Entwicklung der Digitalisierung, möchte ich in einer Betrachtung etwas konkreter darstellen. Auf technologische Singularität gehe ich an dieser Stelle nicht ein.
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Künftig unterliegen menschliche Tätigkeiten und Qualifikationen künstlicher Intelligenz. So werden etwa unter Umständen Schüler "online" unterrichtet. Dazu wird ein Profil des Schülers erstellt, und der "Lehrer" erscheint als virtuelles Konstrukt, in Form einer visuellen Projektion. Der vermittelte Lehrstoff wird emotionslos, in beeindruckender Neutralität vermittelt. Der Algorithmus passt sich an das Verhalten des Lernenden an - und ergänzt sich stetig dazu. In diesem Hinblick bleibt zu hoffen, daß unser jetziges Lehrsystem, mit seinen pädagogischen Fachkräften, im Kern erhalten bleibt.
Dieses Beispiel läßt sich in anderen Bereichen beliebig fortsetzen. Mittlerweile besteht die Möglichkeit der Nachahmung von Kunststilen, auf Wunsch dekorativ ergänzt mit digitalen Phantasiegebilden. Zudem wird menschliche Arbeitskraft ersetzbar durch Robotertechnik. Arbeiten im Service, bis hin zur Ingenieurskunst mit ansprechendem Design, werden eine geduldete Randerscheinung. Selbst Wissenschaftler werden nahezu überflüssig, da KI ( künstliche Intelligenz ) schneller und effizienter zu Ergebnissen kommt. Digitale Berater stehen dabei fortlaufend hilfreich zur Seite, und lenken mit maschinellen Empfehlungen unsere Entscheidungskraft in die "korrekte" Richtung, um unseren Lebensweg in perfekter Weise zu "optimieren".
Was dabei übersehen wird, sind umfangreiche Wechselbeziehungen, welche der Erkenntnis des alltäglichen Denkens nicht immer zugänglich sind, und komplexen Berechnungen überwiegend verborgen bleiben. Künstliche Intelligenz darf unser Leben nicht dominieren, indem unangemessener Einfluss auf die Intuition und natürliche Entwicklung ausgeübt wird. Entsprechende Folgen in diesem Kontext, können in schicksalhafter Weise sehr weitreichend sein.